Projekt Oldie-PC, Teil 2
So es ist vollbracht, ich habe mir erfolgreich und vor allem kostengünstig einen Computer aus gebrauchten Teilen (die ich in der Bucht geschossen habe) zusammen gebaut. Anders als in meinem ersten Post geplant, habe ich mich für ein Pentium-III-System entschieden. Als Basis dient mir der sehr schöne Medion-PC aus dem Jahr 2000. Hardware ist folgende drin:
- Mainboard: Medion 2001 (wohl ein umgelabeltes ASUS CUV4X-M mit VIA Apollo 133A Chipsatz)
- Pentium III @ 900 MhZ
- 256 MB PC-100 SD-Ram
- ELSA Gladiac 511 Geforce 2 MX-400, 64MB Ram
- 80 GB Hitachi-Deskstar
- Enermax-Netzteil @ 350W
- Sound Blaster Live! Value
Eigentlich wollte ich das Mainboard durch ein gebrauchtes ASUS CUSL2-M mit Intel 815E Chipsatz ersetzen und habe mir extra eins besorgt, welches aber defekt ist. Ärgerlich ist eigentlich vor allem, dass dieses der teuerste Posten in meiner Rechnung war (40€) und ich das nun als Lehrgeld verbuchen muss...
VIA-Chipsätze mag ich persönlich nicht so gerne (genauso wie SIS-Chipsätze...brrr) aber der Apollo-133A ist ganz brauchbar gewesen, soweit ich mich erinnern kann. Und bis jetzt läufts ganz gut. Im Übrigen habe ich auch den CPU-Kühler (der vor allem sehr locker und wackelig drauf saß) durch einen äußerst geräuscharmes Exemplar ersetzt. Als OS habe ich mich für Windows ME entschieden, einfach weil ich es schön finde in dieser Windows-2000-Optik. Bisher läuft es stabil und sauber, mal sehen wie das demnächst bleibt. Erinnern kann ich mich durchaus noch an die Zeit, als man beinahe wöchentlich das System neu aufsetzen musste, weil nach der Installation einer x-beliebigen Software auf einmal gar nix mehr ging. Oder auf LAN-Partys; irgendwer war immer dabei, der seinen Rechner neu aufsetzen musste ebenso wie die obligatorische Frage "Hat mal jemand 'ne ME-CD dabei?" oder "Hat mal jemand diese NVIDIA-Treiber-CD dabei?". Herrlich :-)
In den nächsten Tagen habe ich mir vorgenommen Baldurs Gate I anzufangen. Das Spiel hab ich mir 1998 gekauft, nie kapiert (bin immer sofort verreckt) und dann zur Seite gelegt. Im Internet habe ich ein schönes Walkthrough gefunden und nun will ich es nochmal wagen :-)
Erstmal werde ich den PC so in der Konfiguration stehen lassen (ggf. noch eine zweite Festplatte rein) und ihn parallel dazu auch als Testsystem für die ein oder andere exotische Linuxdistribution nutzen. Mal sehen was so als nächstes kommt; es wird auf jeden Fall nicht langweilig :-)