Jul 08, 2015
Seit kurzem gibt es einen Neuzugang in meiner stetig größer werdenden
Sammlung von ~~Computerschrott~~ historischen Notebooks. Und wie es der
Zufall so will, ist es mal wieder ein Thinkpad geworden :-) Genauer ein
Thinkpad T43 aus dem Jahre 2005. Erworben habe ich es von einem guten
Freund samt passender Dockingstation für umgerechnet etwa ein bis zwei
Kästen Bier, ein unschlagbarer Wechselkurs also :-) Es ist optisch wie
technisch in einem hervorragenden Zustand und wurde offensichtlich gut
gepflegt.
Ausstattung
Von der Ausstattung her kann man ganz und gar nicht meckern; hier die
wesentlichen Leistungsdaten:
- Intel Pentium-M (Centrino) @ 1.73 GHz
- 2048 MB DDR2 Ram
- Ati Radeon Mobility x300
- 64 GB Transcend IDE SSD
- 14 Zoll XGA Display
- Intel PRO/Wireless 2200BG
- Gigabit-Ethernet
- Intel Audio
Wennauch der Pentium-M nicht mehr so ganz taufrisch ist, so reicht er
dennoch für sämtliche alltäglichen Aufgaben auch heute noch vollkommen
aus. Lediglich bei der Wiedergabe von Full-HD-Videomaterial geht ihm -
mangels Hardwarebeschleunigung - ein wenig die Puste aus; aber wer
schaut sich auch Full-HD-Filme bei XGA-Auflösung an :-)
OS
Wie praktisch, dass jüngst Debian 8 alias Jessie erschienen ist :-). Da
konnte ich der Versuchung einfach nicht wiederstehen und musste das
gleich mal auf dem Thinkpad T43 ausprobieren. Insbesondere wollte ich
mal sehen, was sich seit dem Umstieg auf SystemD so getan hat. Als
Fenstermanager kommt hier wieder Openbox zum Einsatz, der mir auch schon
auf anderen Systemen gute Dienste geleistet hat. Die Installation
verlief - ohne dass ich an irgendeiner Stelle eingreifen musste - völlig
problemfrei durch, nicht einmal am Sound- oder Grafiktreiber musste ich
in irgend einer Weise Hand anlegen.
Was mir sofort auffiel war, dass offensichtlich der Webbrowser Midori
aus den Debian-Repositories geflogen ist. Nun bin ich auf der Suche nach
einer guten Alternative; der Firefox (bzw. Iceweasel wie er unter Debian
heisst) ist mir - trotz SSD - leider ein wenig zu träge. Auch cmus -
mein beliebter Musikplayer für die Konsole - zickt ein wenig rum; aber
hier gibt es ja noch den MOC :-)
Fazit
Ich bin ausserordentlich zufrieden mit dem Thinkpad T43, alles
funktioniert so wie es soll. Ich hoffe, dass ich an diesem guten Stück
noch lange Freude haben werde und mir noch den ein oder anderen
interessanten Blogpost beschert :-). Einziger Schimmer am sonst
ungetrübten Abendhimmel ist das
Flexing-Problem der T4x-Reihe (und
anderer Notebooks der Centrino-Generation). Da das T43 aber sowieso eher
auf meinem Schreibtisch steht und wenig herumgetragen wird, sollte es
eigentlich keine Probleme geben...
Okt 22, 2014
Es gab mal eine Zeit, da hatte ich angenommen mit zunehmenden Alter
würde es ruhiger und man hätte mehr Zeit für sich. Aber scheinbar (und
da bin ich bei weitem nicht der einzige) verhält es sich genau anders
herum. Neben den Verpflichtungen, die eine regelmäßig ausgeübte,
berufliche Tätigkeit so mit sich bringt, kommen auch allerhand Termine
und Aufgaben im privaten Bereich dazu. Bisher war es mir immer gelungen,
alles im Kopf zu managen und den Überblick zu behalten, doch es häufen
sich die Fälle, dass ich bestimmte Dinge einfach vergesse. Zum Beispiel
vergesse ich mit bewundernswerter Regelmäßigkeit schon seit Jahresanfang
endlich einen Freistellungsauftrag für meinen Bausparvertrag bei der
Bank einzureichen ;-)
Aber für jedes Problem gibt es auch eine passende Lösung. Also habe ich
mich mal in den Repositories meiner Lieblingsdistributionen nach einem
kleinen Programm zur Aufgabenverwaltung gemacht. Das Angebot ist - wie
so oft - ziemlich üppig. Angefangen von riesigen Groupwarelösungen wie
etwa Evolution oder Thunderbird mit Lightning-Addon hin zu schlanken
ncurses-basierten Programmen wie z.B.
tudu, für das ich mich letztendlich
entschieden habe. Zum einen kenne ich es noch nicht und zum anderen
tendiere ich schon seit geraumer Zeit immer mehr zu schlanken und
schlichten Programmen.
Tudu ist ein Kommandozeilenprogramm um hierarchische To-Do Listen zu
verwalten. Man kann die Aufgaben in Kategorien einteilen, Beschreibungen
hinzufügen und auch eine Deadline vergeben. Darüber hinaus lässt sich
das ganze vim-ähnlich steuern. Ein weiterer Pluspukt ist, dass die
wichtigsten Befehle am oberen Rand angezeigt werden und man so schnell
einen Eintrag hinzufügen kann, ohne die Hilfe-Seiten zu wälzen. Wer sagt
da noch Kommandozeilenprogramme seien nicht Nutzer-freundlich :-)
Tudu installieren
Tudu ist sowohl unter Debian als auch unter Arch in den offiziellen
Repositories verfügbar und lässt sich simpel mittels folgender Befehle
installieren:
Debian
Arch
Aufgabensynchronisation, the simple way
Was mir persönlich, der ich mehrere Rechner mein eigen nenne, noch fehlt
ist eine Synchronisation meiner Aufgabenliste. Da ich noch einen schon
etwas verwaisten Dropbox-Account habe, kam mir der Gedanke meine
Aufgabenliste dort einfach zu deponieren und die Synchronisation eben
Dropbox zu überlassen. Das einzige was ich tun musste, war die
'\~/.tudu.xml' im Home-Verzeichnis in den Dropbox-Ordner zu verschieben
und in der '\~/.tudurc' den Pfad dorthin anpassen. Standardmäßig nutzt
tudu die globale Config-Datei '/etc/tudurc'. Diese kopiert man einfach
in sein Homeverzeichnis und gibt dort an der Stelle
tudu_file = /home/foobar/Dropbox/tudu.xml
den letztendlichen Speicherort im Dropboxordner ein. Und schon sollte
das ganze funktionieren. Problematisch wird das Ganze wohl nur sobald
man mehr als zwei Rechner einsetzt und diese nicht permanent im Netz
hängen. Aber im Moment ist das bei mir eher selten der Fall, und wenn
gibts dafür sicherlich auch ne nette Lösung :-)
Jun 21, 2014
Jüngstes Mitglied in meiner immer umfangreicher werdenden Sammlung von
Laptops ist ein gebrauchtes Lenovo Thinkpad T500. Seit längerer Zeit
schon suchte ich nach einem gebrauchten Laptop mit einem ausreichend
großen Bildschirm. Mein 12'' Zoll Thinkpad X60s ist mir mittlerweile zu
klein, wenn es darum geht längere Texte, Webseiten oder Programme zu
bearbeiten. Man wird halt alt und die Augen werden auch nicht besser :-)
Eher zufällig stieß ich letztens auf der Seite eines bekannten
Auktionsportals auf diesen gebrauchte Thinkpad. Et volià
Hardwareausstattung:
Zugegeben, die Hardwareausstattung dieses Laptops ist ganz und gar nicht
mehr zeitgemäß und haut keinen mehr vom Hocker. Im Inneren werkelt ein
schon etwas betagter Core2Duo mit 2 Kernen @ 2,26 Ghz sowie 2 GB
DDR3-RAM. Verbaut war eine 160 GB SATA Festplatte von Seagate, welche
ich durch ein größeres und performanteres Modell von Western Digital
ersetzt habe. Größtes Plus - und der eigentliche Grund, warum ich dieses
Modell schließlich gekauft habe - ist der große 15'' Bildschirm mit
einer grandiosen Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten. Gelitten hat
über die Jahre lediglich der Akku, der nur noch eine verbleibende
Restkapazität von etwa 48% aufweist. Alles in allem ist der T500 in
einem sehr guten Zustand mit nur minimalen Gebrauchsspuren.
OS:
Wie immer, wenn ich einen Rechner neu einrichte, stehe ich vor der Qual
der Wahl eines passenden Betriebssystems. Vor allem stellt sich die
Frage, bleibe ich beim alten, vertrauten Weg und richte ein
Debian-basiertes OS ein oder versuche ich mal etwas Neues und
installiere z.B. ArchLinux? Letztendlich habe ich mich für Debian
entschieden. Damit kenne ich mich momentan am besten aus und darüber
hinaus möchte ich das Thinkpad produktiv einsetzen, sodass allzu
umfangreiche Testereien an der Konfiguration des OS sich eh verbieten.
Da die Hardware nicht mehr ganz so taufrisch ist, war mir klar, dass
hier nur die bewährte Methode Debian + leichtgewichtiger Fenstermanager
zum Einsatz kommt. So habe ich mich auch hier wieder für i3 als
Fenstermanager entschieden.
Die Installation von Debian-Wheezy klappte reibungslos. Lediglich die
Firmware für die integrierte Intel-WLAN-Karte musste ich im Nachgang
manuell installieren. Out of the work funktionieren leider ein paar
Sondertasten nicht, darunter auch diejenigen für Mute, VolumeUp und
VolumeDown. Ich habe aber im Internet dafür schon ein passendes
Workaround gefunden; dazu demnächst mehr.
Die Installation von i3 und ein paar nützlichen Programmen war ebenso
ein Kinderspiel und ist mittlerweile nur noch Routine.
Fazit:
Das Thinkpad T500 ist ein rundum solides Notebook, dass ich jedem
vorbehaltlos empfehlen kann. Darüber hinaus bleibt es im Betrieb
angenehm kühl und den Lüfter hört man kaum. Der Core2Duo mag aus
heutiger Sicht zwar schon als total veraltet gelten, mit den richtigen,
leichtgewichtigen Anwendungen blüht er jedoch richtig auf und in Sachen
Schwuppdizität kann er sich durchaus mit einem aktuellen Core-I*
messen. Mit gerade einmal etwa 180MB RAM-Verbrauch nach dem Boot,
bleiben bei insgesamt 2GB RAM, noch genügend Reserven für eine ganze
Reihe an parallel laufenden Anwendungen.