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Nov 29, 2014

Bonjour Banana Pi

Seit etwa zwei Monaten fristet mein kleiner Raspberry Pi, den ich bis dahin immer als Homeserver eingesetzt habe, sein Dasein als Entertainment-Center an meinem Fernseher. Da ich auf einen immer laufenden, stromsparenden Server-PC nicht gerne verzichten möchte musste also Ersatz her.

Mein erster Gedanke war die Anschaffung eines zweiten Raspberry Pi, da ich bis dahin mit dem Gerät durchweg positive Erfahrungen gemacht habe. Einzig die relativ bescheidene Leistung des Rapi bewog mich dazu mich einmal ein wenig nach Alternativen umzusehen. Und deren gibt es zahlreiche.
Angefangen vom Cubieboard, über Pogoplug (n.b. was für ein dämlicher Name :-) ) bis hin zum Beaglebone gibt es zahlreiche Alternativen, die preislich (bis auf den Pogoplug) sämtlich jenseits dessen waren, was ich bereit war auszugeben. Lediglich ein Kandidat schaffte es mich vom Preis und von den Leistungsdaten her neugierig zu machen, der Banana Pi.

Die Ähnlichkeit mit dem Raspberry Pi ist frappierend aber durchaus gewollt. Zum einen sollen (angeblich) die Erweiterungsplatinen für den Raspberry Pi auch für den Banana Pi nutzbar sein, zum anderen möchten die Entwickler gerne ein wenig von dem PR-Kuchen des Raspberry Pi abhaben :-)

Vergleicht man die Hardwareausstattung direkt mit der des Raspberry, so merkt man sehr deutlich, dass der Banana Pi wesentlich mehr Dampf unter der Haube hat:

  • Dual Core Arm Cortex A7
  • Mali G400MP2 Grafikchip
  • 1 GB DDR3-RAM
  • Gigabit Ethernet
  • SATA Port

Damit hat dieser Winzling schon mal deutlich mehr Pfeffer als ein Großteil der übrigen, hier vorhandenen Rechner. Darüber hinaus ermöglicht der eingebaute SATA-Port einen direkten Anschluss einer 2.5 Zoll Festplatte.

OS

Etwas, wo ich diesmal gar nicht so lange nachdenken musste, war die Wahl des Betriebssystems. Mittlerweile haben alle "großen" Distributionen einen eigenen ARM Port und sind somit auf dem Banana Pi lauffähig. Ich habe mich letztlich für eine an die Hardware des Banana Pi angepasste Version von Raspbian entschieden, einfach weil ich damit bereits recht gute Erfahrungen mit dem Raspberry Pi gemacht habe. Kurz überlegt habe ich noch, ob ich nicht vielleicht ArchLinux ausprobieren sollte, aber da der Banana Pi in erster Linie als Server laufen sollte und es mir da nicht so sehr auf Bleeding-Edge und das allerneueste vom Neuesten ankommt, habe ich das wieder verworfen.

Auf der Herstellerseite findet man eine ganze Reihe an angepassten Iso-Images, die auf dem Banana Pi laufen. Die Installation geht, wie auch beim Raspberry Pi, ganz locker von der Hand. Einfach das Iso-Image mittels dd auf die SD-Card schreiben und fertig:

    # dd if=/pfad/zur/iso of=/pfad/zur/sdcard bs=1M && sync 

Nach dem Start führt man noch 'raspi-config' aus und passt den Banana Pi an seine Bedürfnisse an. Dort kann man übrigens auch recht simpel einstellen, dass die grafische Oberfläche nicht mit gestartet werden soll, was noch einmal wertvolle Ressourcen frei macht.

Okt 05, 2013

Bonjour Raspberry Pi

Lange habe ich hin und her überlegt ob ich mir einen Raspberry Pi zu legen soll. Mittlerweile haben immer mehr Leute in meinem Umkreis ein solches Gerät und betreiben es mit xbmc direkt am Fernseher. Leistungstechnisch ist der Pi nicht so der Hammer; in etwa vergleichbar mit einem Pentium II mit 300 MhZ. Unschlagbar dagegen ist er allerdings im Stromverbrauch. Das prädestiniert ihn direkt für einen 24/7 Betrieb als kleiner Heimserver.

Installiert habe ich Raspian, ein etwas angepasstes Debian-Wheezy. Die Installation war in einer guten Stunde erledigt (wobei der Download und das kopieren auf die SD-Card am längsten gedauert haben). Einfach das fertige Image herunterladen, entpacken und mittels "dd if=/pfad/zum/Image of=/dev/SD-Card bs=4M" auf die SD-Karte schreiben. Fertig. Nun noch rebooten und schon ist der Pi einsatzbereit. Wie man sieht läuft noch nicht ganz so viel; was sich aber in der nächsten Zeit ändern wird :-)

Es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Gerät. Für das was ich vorhabe hat der Pi auf jeden Fall genug Leistung und ist dazu auch nicht so energiehungrig.