Was 2014 bringen wird
Es ist zwar noch ein paar Wochen hin aber ich will es mir trotzdem nicht nehmen lassen schon jetzt ein kurzes Resumée für das Jahr 2013 und einen Ausblick für 2014 zu schreiben. Grundsätzlich halte ich es für eine gute Idee am Ende eines Jahres kurz inne zu halten und zu schauen, womit man das Ganze Jahr über wieder massenweise Zeit vertrödelt hat.
Was hat sich 2013 bei mir getan:
1. ich habe begonnen über meine Erfahrungen mit Linux zu bloggen
Angefangen ist schon halb fertig gestellt. Getreu diesem Motto habe ich - inspiriert von Apo und K.Mandla - im April dieses Jahres angefangen über meine Experimente mit Linux und alter Hardware zu bloggen. Es macht mir persönlich sehr viel Spaß über meine Hardware oder die ein oder andere Software zu schreiben, wobei ich gestehen muss, dass es mir immer noch etwas schwer fällt die richtige Form und Stil zu finden. Aber das ist vermutlich nur eine Frage der Übung. Aufwändig ist es zudem auch wenn man selbst noch nicht so tief in der Materie steckt, aber mit den Begrifflichkeiten präzise umgehen will. Sollte ich daher irgendwo etwas Falsches erzählen oder etwas durcheinanderbringen, schreibt's mir einfach in die Kommentare :-)
2. habe jede Menge Computerschrott gekauft
Ausrüstung ist alles :-) . Eben drum habe ich mich auch hardwaretechnisch ein wenig eingedeckt, mit dem Ergebnis, dass ich nun über mehrere Laptops unterschiedlicher Generationen sowie ein hübsches Sortiment an Ersatzteilen (hauptsächlich HDDs) verfüge. Ich denke aber, dass ich nun für die nächste Zeit erst einmal saturiert bin und da erstmal nicht mehr allzuviel dazu kommt. Wobei...:-)
3. habe einiges über die Grundlagen von Linux gelernt
Es ist mir bei der Recherche für den Artikel zu den Zugriffsrechten auf Ordner und Dateien besonders aufgefallen, dass ich mir nie die Zeit genommen habe das Elementare zu begreifen. Stand ich vor einem Problem, war google immer mein Freund und so hackte ich die Lösung immer gleich ins Terminal und fertig. Kann man machen, ist aber verständlicherweise nicht ganz so nachhaltig :-). Dabei hätte ich mit ein wenig Wissen und Verstehen mir durchaus selbst helfen können. Ich finde gerade wenn man überwiegend auf grafischen Oberfläschen unterwegs ist mit schönen Konfigurationstools wo man nur noch hier und da ein Häkchen setzen muss, merkt man gar nicht mehr "was unter der Haube abgeht". Wozu auch? Quittiert aber der X-Server nach dem Nvidia-Treiber-Update den Dienst steht man da und dann ist "Holland in Not" :-)
4. habe auch gemerkt, dass ich noch am Anfang stehe
Ich weiß, dass ich - gemessen an dem, was es über Linux zu wissen gibt - noch gar nicht allzu viel weiß und bisher nur ein wenig an der Oberfläche gekratzt habe. Zugegeben es ist wohl mehr als unrealistisch irgendwann einmal den vollkommenen Durchblick zu haben aber perspektivisch möchte ich mir dennoch ein solides Grundwissen über Linux aneignen.
Wie geht es 2014 weiter?
1. Fenstermanager testen
Einen Artikel über einen Fenstermanager habe ich bereits geschrieben und bin von dem Thema regelrecht begeistert, sodass ich im kommenden Jahr auf jeden Fall noch weitere Fenstermanager testen möchte. Zu nennen wären da bspw. dwm, ratpoison, icewm, openbox, fluxbox, awesome, etc
2. Raspberry Pi als Heimserver
Ja ich gehöre auch zu den über 2 Millionen Raspberry-Pi Besitzern. Es ist einfach ein niedlicher kleiner Computer mit einem Minimum an Stromverbrauch. Das ist für mich besonders wichtig, da der teils hohe Stromverbrauch mich bisher immer daran gehindert hat den Rechner tageelang laufen zu lassen. Trotzdem hätte ich natürlich gern einen kleinen Server zuhause, den ich nicht immer wieder booten muss, der mir aber stromtechnisch nicht gleich die Haare vom Kopf frisst.
3. exotische Distributionen testen
Jeder kennt [A-Z|Aa-Zz]buntu, openSuse oder Debian. Aber was ist mit Archlinux, PuppyLinux, elementaryOS, TurboLinux, Tiny Core Linux und wie sie alle heißen? Ich möchte gern im nächsten Jahr die eine oder andere vielleicht nicht so bekannte Linux Distribution testen. Ein besonderes Augenmerk soll aber nach wie vor auf Leichtgewichtigkeit liegen.
4. Konsolenanwendungen
Neben den Programmen für eine x-Server-Umgebung möchte ich auch komplementäre Anwendungen für die Kommandozeile kennen lernen. Es erstaunt mich immer wieder, dass man für viele meiner alltäglichen Computertätigkeiten eigentlich keine grafische Umgebung erfordern.
5. einen eigenen Kernel kompilieren
Ein Thema, mit dem ich mich noch nie beschäftigt habe und von dem ich absolut keine Ahnung habe :-?. Besonders auf Rechnern mit wenig RAM denke ich bringt es eine Menge Performance, den Kernel um nicht benötigte Module und Treiber zu bereinigen und so wertvollen Speicher freizumachen.
6. Software aus den Quelltext kompilieren
Auch so ein Thema, mit dem ich mich noch nie beschäftigt habe. Bisher war ich immer sehr verwöhnt von der Debian-Paketverwaltung. Die wenigen Male, wo ein Softwarepaket dort nicht verfügbar war habe ich mir immer irgendwie anders geholfen. So war bspw. meine Rückfallversicherung immer ein parallel installiertes Windows. Das soll nun anders werden.
7. Artikel für freiesMagazin schreiben
Ich lese das freiemagazin nun schon seit über vier Jahren regelmäßig und bin jedesmal wieder begeistert. Besonders mag ich dort die sehr schön aufgearbeiteten Vorstellungen verschiedenster Software. Leider finden sich dort wohl immer weniger Autoren und das Editorial der Dezember Ausgabe stimmt mich mehr denn je düster, sodass ich gerne mal den ein oder anderen Artikel dort schreiben möchte.