NAS Freigaben mit autofs automatisch einbinden
Wer kennt das nicht, wenn die eigene Rechnersammlung mehr als einen Computer umfasst verteilen sich die eigenen Dateien auch auf mehrere Rechner. So stellte sich zumeist bei mir die Frage, auf welchem Exemplar liegt denn nun die aktuelleste Datei die ich suche? Ein unerträglicher Zustand, dem schleunigst Abhilfe geleistet werden musste :-) . Also habe ich vor ein paar Monaten ein paar Kröten in die Hand genommen und mir eine dieser NAS-Systeme zugelegt, die ja seit geraumer Zeit ziemlich en vogue sind in deutschen Haushalten :-)
So eine NAS hat schon gewaltige Vorteile. Als Fileserver stellt es z.B. im Heimnetzwerk zentral Speicherplatz für alle zur Verfügung und jeder kann auf jede Datei (entsprechende Zugriffsrechte vorausgesetzt) zugreifen.
Ein praktisches Tool um solche Freigaben nun im eigenen Dateisystem einzubinden stellt "autofs" dar. Mittels "apt-get install autofs" lässt sich dieses recht einfach aus den Paketquellen installieren (Root-Rechte natürlich vorausgesetzt :-)).
Als ersten Schritt legt man eine neue Datei z.B. mit dem Namen "auto.nas" im Ordner "/etc" an. In diese trägt man nun untereinander seine gesamten Freigaben ein; bspw: "music -fstype=cifs,uid=1000,credentials=/home/marcel/.smbcredentials ://xxx.xxx.xxx.xxx/music" (xxx.xxx.xxx.xxx ist die IP-Adresse der NAS). Da wir ungern unsere Zugangsdaten in dieser Datei ablegen wollen (wo sie im Prinzip von jedermann gelesen werden können), legen wir zugleich im Home-Verzeichnis eine versteckte Datei ".smbcredentials" an. In diese trägt man folgendes ein: "user=xxxx, password=xxxx". Und das war es im Wesentlichen schon.
Als nächsten Schritt legt man sich im Ordner seiner Wahl einen entsprechenden Ornder an, in welchem die Freigaben dann eingebunden werden sollen; z.b. "mkdir /media/nas".
Als letzter Schritt muss unsere Datei "auto.nas" noch in der ebenfalls im Ordner "/etc" befindlichen Datei "auto.master" eingetragen werden. Dort fügt man einfach die Zeile: "/media/nas /etc/auto.nas --ghost" ein. "/media/nas" bezeichnet dabei den Einhängepunkt für die unsere Freigaben. "--ghost" bewirkt, dass die Freigaben tatsächlich erst eingebunden werden, wenn man auf den entsprechenden Ordner zugreift.
Nun noch ein "service autofs restart" durchführen und schon (sollte) das Ganze funktionieren.
Alternativ kann man das auch über die Datei "etc/fstab" regeln. Bei mir hatte das aber zu dem unschönen Effekt geführt, dass der Shutdown ewig lange gedauert hat, wenn ich nicht vorher alle Freigaben unmounted habe.